In verschiedenen Leserzuschriften jammern jetzt Eltern über steigende Kindergartenbeiträge durch das neue OÖ. Kinderbetreuungsgesetz. Sie bedenken nicht, daß die Kinderbetreuung durch öffentliche Einrichtungen sehr sehr teuer ist. Die Elternbeiträge decken nur einen geringen Teil der Kosten.

Wenn z.B. Eltern ihr Kind in einer Krabbelstube betreuen lassen und dafür 200,-- Euro zahlen,
zahlt die öffentliche Hand nochmals ca. 1.300,-- Euro dazu.

Wenn Eltern ihr vier- oder fünfjähriges Kind in einem Kindergarten betreuen lassen, klagen sie vielleicht über einen Beitrag von 100,-- Euro.
Sie sollen wissen, daß die
öffentliche Hand weitere 400,-- Euro zahlt!
Was sollen da z.B. jene Eltern F. + G. H. sagen, die für ihre elf Kinder
* weder 436,-- Euro Kinderbetreuungsgeld (bzw. vorher Karenzgeld
* noch 1.300,-- Euro Krabbelstubenzuschuß
* noch 400,-- Euro Kindergartenzuschuß
erhalten haben?

Ihre Kinder hatten trotzdem eine zwar finanziell sehr knappe aber an guter Betreuung durch die eigene Mutter und den eigenen Vater sehr reiche und daher auch glückliche Kindheit.
Sie sind inzwischen z.T. tüchtige Bürger und gute Steuerzahler, die den Luxus der Doppelverdiener mit Kindern in Krabbelstuben und Kindergärten mitfinanzieren.
Und noch etwas:
Sie haben den Kindergarten nicht besucht und damit dem Staat viel Geld erspart. Aber auch ohne die angeblich so wichtige vorschulische Erziehung hatten sie in der Schule nicht die geringsten Einstiegsprobleme.
Ein gutes Elternhaus ist eben die beste Vorbereitung auf die Schule und das ganze Leben.
Daher:
Die Eltern sollten nicht jammern sondern sollten dankbar sein, daß die doppelte Berufstätigkeit der Eltern so großzügig gefördert wird!
Bezahlen müssen das die Steuerzahler.
Und zuletzt:
Kinder sind Luxus, aber sie sind viel mehr wert als jeder andere Luxus.