Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 03.03.2007, 09:46 
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Sehr viele Mütter wollen nicht Familie und Beruf vereinbaren,
sondern wenigstens in den ersten Lebensjahren ganz bei ihrem Kind bleiben können.


Wann sehen unsere Politiker endlich ein, daß echte Wahlfreiheit für Mütter erst dann gegeben ist, wenn die Mütter für ihre Kinderbetreuung zuhause das gleiche Geld bekommen, wie der Staat für Kinderbetreuungseinrichtungen aufwendet – und das ist ziemlich viel.
Z.B. in den ersten drei Lebensjahren jedenfalls über 1.000,-- Euro je Monat und Kind!

Jetzt werden die Mütter noch mit 436,-- EURO/Monat abgespeist und zweieinhalb Jahre nach der Geburt des Kindes werden sie überhaupt finanziell kaltgestellt.

Ich weise zu diesem Thema auch auf einen Artikel in Kath.net hin:
Krippen für Kleinkinder: Forscher weisen schädliche Folgen nach!
Und auch das Familiennetzwerk Deutschland arbeitet für eine Anerkennung der Kinderbetreuung zuhause.
Schließlich erfahren wir aus Schweden- nach 25 Jahren Erfahrung:
Eine außerhäusliche Unterbringung von Kleinkindern hat schädliche Folgen!


Die Pläne von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU), die Zahl der Betreuungsplätze für Kleinkinder zu verdreifachen, beruhen auf einer einseitigen Auswahl von Forschungsberichten. Dieser Ansicht ist das „Familiennetzwerk Deutschland“ in Hollern bei Hamburg.

Die Koordinatorin des Familiennetzwerks, die Kinderärztin und Familientherapeutin Maria Steuer, erklärt, dass Untersuchungen von „Krippenforschern“ zeigten, dass eine außerhäusliche Unterbringung von Kleinkindern schädliche Folgen habe.

So hätten Experten nachgewiesen, dass Kleinkinder mit erhöhter Herzfrequenz oder starken Streßsymptomen auf die Trennung von der Mutter reagierten. Kinder, welche bei Beginn des Krippenaufenthaltes als kontaktschwach und schwierig galten, hätten sich zunehmend zurückgezogen und sich nur auf ihr Spielzeug konzentriert.
Weitere Studien bestätigten, dass sich die psychische Situation von Kindern aus Elternhäusern mit instabilen Beziehungen eher verschlechtere.

Schweden: Künftig drei Jahre lang Geld für elterliche Erziehung

Die in der Öffentlichkeit kursierenden Hinweise auf angeblich positive Erfahrungen in anderen Ländern stimmten nicht, so Frau Steuer. In Schweden, wo man vor 25 Jahren Krippen für „Kinder unter 3“ eingeführt habe, bevorzugten 79 Prozent der Bevölkerung die häusliche Erziehung.

Die Regierung hat reagiert, indem sie ab 2008 drei Jahre lang auch die elterliche Erziehungsarbeit bezahlt. Ähnlich praktizierten es die Tschechische Republik und Russland. Finnland und Norwegen gäben Müttern bis zum dritten Geburtstag ihres Kindes den gleichen Betrag, den ein Krippenplatz den Staat koste.

Weiterlesen bzw. weitere ähnliche Artikel sind hier zu finden:
http://kath.net/detail.php?id=16071

_________________
Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.


Last edited by alwis on 16.05.2008, 15:40, edited 1 time in total.

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PostPosted: 04.03.2007, 15:47 
Prof. J.G. Simmerstätter schreibt:

Ich möchte auf einen verhängnisvollen Trugschluß aufmerksam machen.
Wenn eine Mutter Arbeit sucht, wird meistens angenommen, dass dies ihr echter Wunsch ist, zu arbeiten.
Falsch! Zumindest in sehr vielen Fällen. Viele suchen deswegen Arbeit, weil sie ohne außerhäusliche Erwerbsarbeit finanziell nicht durchkommen. Sie MÜSSEN - sind dazu GEZWUNGEN!

Freie Entscheidung wäre nur möglich, wenn sie OHNE FINANZIELLEN NACHTEIL bei ihren Kindern bleiben könnten:

Die Bemühungen der Politiker, Erwerbsarbeit und Mutterschaft möglichst gut vereinbar zumachen, sind bestimmt gut gemeint, gehen aber an den wirklichen Wünschen der meisten Mütter vorbei. Sie würden von Herzen gern bei ihren Kindern bleiben.

Die Frage bleibt offen, warum es denn nicht möglich sein soll, den Müttern in den paar Jährchen, in denen sie Kinder großzuziehen haben, diese Doppelbelastung oder zumindest Mehrbelastung ganz zu ersparen, indem man sie für diese Zeit von der Erwerbsarbeit vollständig entlasten würde und das Geld, das vom Staat für öffentliche Betreuungseinrichtungen ausgegeben wird, den Müttern selbst geben würde, und zwar so, dass sie wirklich frei wählen könnten, ob sie ihre Kinder selbst betreuen oder das Geld für Fremdbetreuung ausgeben wollen.

Die Umfragen unter jungen Leuten ergeben regelmäßig, dass zwischen 8o und 90 % eine Familie in der "herkömmlichen" Form wünschen.
Romantische Träumerei?
Keineswegs! Das Natürlichste der Welt ist es!
Und das Beste für die Kinder außerdem.

Wieso gibt es immer mehr "verhaltensauffällige" Kinder? Wurde schon untersucht, wie die frühe Kindheit dieser verhaltensauffälligen Kinder aussieht? Das könnte sehr aufschlussreich sein.
Freilich für jene, die möglichst frühe Trennung von Müttern und Kindern wünschen, könnte es zeigen, dass in den ersten Lebensjahren etwas nicht optimal verlaufen ist.


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PostPosted: 25.03.2007, 14:35 
Ulrich Bonse aus Köln schrieb am 19. März 07 den folgenden Leserbrief:

Es geht doch wohl darum, wer das Fundament und das Kellergeschoss der Persönlichkeit eines Kindes weitaus am besten baut: Das ist die Mutter.


Weiterlesen im Beitrag „Um die Kinder muss es gehen“, Antwort 2:
http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?p=259#259


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